DAS behaupten die Leute
- Carpinus Marketing

- 22. Aug. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aufgepasst, liebe Leser, heute geht es um Meinungen und Aussagen unserer Mitmenschen, die wir selbst regelmäßig zu hören bekommen.
Und damit ihr einen kleinen !!AHA-Moment!! erleben könnt, wollen wir diese Aussagen mit euch teilen und unsere fachliche Einschätzung kurz und knackig mitteilen! Viel Spaß dabei :)
"Schneid den Ast doch ab, das macht dem Baum doch nichts"
Unsere Antwort Kurz und Knackig: NEIN, FALSCH!
Denn jede verursachte Wunde stellt eine Bedrohung für den Baum da. Umso größer die Wunde, desto höher die Wahrscheinlichkeit, das holzzersetzende Eindringlinge in den Baum gelangen.
Und diese Eindringlinge machen sich oftmals erst viele Jahre später bemerkbar.....
"Bäume brauchen doch keine Pflege, im Wald wachsen sie schließlich auch ganz von allein"
Ja und Nein!
Was wir in Wäldern sehen, sind die Bäume, die den natürlichen Konkurrenzkampf um Wasser, Licht und Nährstoffe gewonnen haben.
Was wir im Wald weniger wahrnehmen, sind die abertausenden Bäume, Sträucher und Pflanzen, welche sich nicht durchsetzen konnten und wieder zu nährstoffreicher Erde wurden.
In unseren Städten, Gemeinden und Gärten greifen wir in die natürliche Auslese ein und unterstützen unsere gezielt gepflanzten Bäume dabei, zu gesunden und langlebigen Standortbegleitern zu werden.
Ohne diese Pflege, würden viel mehr Neupflanzungen notwendig sein und das, liebe Leser, bindet wertvolles Personal und steigert Kosten erheblich.
"Warum schneidet ihr denn nur so wenig, da sieht man ja garkeinen Unterschied?!"
Ein echtes Kompliment für einen Baumpfleger! Danke, lieber Beobachter💚
Eingriffe an Bäumen sind im Idealfall minimal-invasiv.
Denn ein Baum muss viel Energie und Zeit aufwenden, um seine Wunden zu verheilen.
Ein guter (Jung)Baumpfleger plant seine Schritte über Jahre und gibt dem Baum die Zeit der er braucht, um sich gesund zu entwickeln.
"HEEE, ihr dürft da nichts schneiden! Wir haben Brut- und Setz-zeit, ich zeige euch an!
HEEE, schön dass dir das Tierwohl am Herzen liegt, das tut es uns auch!! Diese Aussage ist wichtig und fast richtig!
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Das Bundesnaturschutzgesetz regelt, das Bäume, Sträucher und Hecken in den Monaten März - September nicht gerodet, gefällt oder stark zurückgeschnitten werden dürfen, es sei denn, es geht um Gefahrenabwehr. - Dazu sagen wir, Richtig so!
Denn Tiere haben genauso recht wie wir, dass ihre kleinen Nachkommen in Sicherheit und Frieden aufwachsen dürfen.
Was jedoch gemacht werden darf, sind kleine Pflegeeingriffe NACHDEM geprüft wurde, ob Nester und/oder Brutgeschehen am Baum zu entdecken ist.
In den Sommermonaten nehmen wir uns an jedem Baum die Zeit und führen eine Sichtkontrolle durch, ehe wir unsere Maßnahmen durchführen. Entdecken wir Nester -egal welcher Art,- rücken wir ab und verschieben die Maßnahme.
"Ich gieße meinen Gartenbaum jeden Tag mit 2 oder 3 Gießkannen voll :)"
Im Namen des Baumes, vielen Dank für den lieben Gedanken!
Nun ist es aber leider so, dass diese "tägliche Gießkanne" gar nicht hilfreich ist.
Denn das Wasser durchdringt die oberen Erdschichten nicht und gelangt somit auch nicht an die wichtigen Baumwurzeln.
Unser Tipp: Versuche lieber, 1x die Woche 10 Gießkannen an den Baum zu gießen.
Trotzdem - Danke, dass du überhaupt an den Baum denkst! :)

UUUUUNNNDDD schon sind wir wieder am Ende eines kleinen, kompakten Artikels angekommen! Wenn euch noch mehr Meinungen, Aussagen oder Gesprächsstoff zum Thema junge Bäume interessiert, dann lasst es uns wissen!
In unserem nächsten Artikel greifen wir einzelne Themen dieses Artikels hier auf und machen daraus ein waschechtes kleines Handbuch für motivierte Jungbaumbesitzer! Lest gern rein und verbreitet eure (vielleicht) neu gewonnenen Erkenntnisse
Alles Gute und bis bald,
euer Team der Carpinus Jungbaumpflege :-)




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